Ev. in R. Walter Quade heimgegangen

Aus einem erfüllten Leben, geprägt von dem festen Glauben an die Allmacht Gottes und der liebevollen Fürsorge für seine Kinder ist Walter Quade in die Ewigkeit gegangen, so schreibt Tochter Elvira in der Traueranzeige.

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Aus einem erfüllten Leben, geprägt von dem festen Glauben an die Allmacht Gottes und der liebevollen Fürsorge für seine Kinder ist Walter Quade in die Ewigkeit gegangen, so schreibt Tochter Elvira in der Traueranzeige.

In dem Trauergottesdienst am Freitag, den 11. März, diente der Bezirksälteste Henry Püschel mit dem Wort aus Matthäus. 25, 21: „Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!"

Walter Quade war ein eifriger, treuer Knecht, der sich unermüdlich für das Werk des Herrn eingebracht hat. Geboren und aufgewachsen in Neuschönwalde /Pommern lernte er schon vor dem Krieg bei der Kreisverwaltung Dramburg.

Im Krieg verwundet und aus dem Wehrdienst entlassen, kam er 1945 mit der Flucht aus der Heimat nach Husum. Bereits am 8. Mai 1945 konnte er in dem erlernten Beruf in der Kreisverwaltung Husum - später Kreis Nordfriesland - wieder beginnen und ist am 30.06.1983 als Amtsrat nach 45 Dienstjahren in den Ruhestand gegangen.

In der neuapostolischen Kirche hat er wesentlich zum Aufbau der Gemeinde in Husum und anfänglich auch in den umliegenden Städten und Gemeinden im Kreis Husum und Eiderstedt beigetragen.

1946 wurde er durch Apostel Lembke ins Diakonenamt berufen.
Im Mai 1947 wurde er als Priester ordiniert und im Dez. 1947 durch Apostel Weinmann als erster Vorsteher der Gemeinde Husum gesetzt.
1952 empfing er das Amt des Gemeindeevangelisten.

Selbstbewusst und ausgerüstet mit einem unerschütterlichen Glauben ist er der Gemeinde vorangegangen und hat sich für die ihm anvertrauten Gemeindemitglieder nicht nur als Seelsorger eingesetzt.

Im Apostelbezirk Hamburg war er viele Jahre der jüngste und später der dienstälteste Vorsteher.

Der Apostel Walter Drave schreibt 1987 anlässlich der bevorstehenden Zurruhesetzung: „So haben Sie entscheidend den Aufbau und die Festigung der Gemeinde Husum betreiben können. Ich weiß, dass Sie in allem unserem himmlischen Vater die Ehre geben, der Sie als Werkzeug in seine Hand genommen hat. In dieser Zeit haben sie unendlich viel gebetet, so manches tröstende Gespräch geführt, immer wieder den Weinberg gepflegt und auch unter persönlichem Leid mit Freuden das Wort des frohen Evangeliums verkündet. Und noch vieles mehr gelte es aufzuzählen..."

Nach seiner Zurruhesetzung hat Walter Quade in der ihm eigenen Art die Entwicklung in der Gemeinde weiter mit begleitet.
Unser himmlischer Vater hat Gnade geschenkt, dass er fast bis zuletzt in seinem persönlichen Umfeld gut zurechtkam und sich auch rührend um seine seit Jahren im Pflegeheim lebende Schwägerin Hannelore Duske kümmern konnte.
Seinen letzten Wunsch am Vorabend seines Heimganges hat er einem Priester
auf dem Weg zu einer örtlichen Ämterversammlung mitgegeben und den hat der Herr auch sehr schnell aus Gnaden erfüllt: „Segg em dorboben (Hand zeigt gen Himmel) nu is genoog, ick mach nich mehr, he schall den Hebel umleggen"

K-H K